Julia Eßl

Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. 2005–2011 für den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus in der Arbeitsgruppe Kunstrestitution tätig. Seit Mai 2011 Provenienzforscherin in der Albertina im Auftrag der Kommission für Provenienzforschung, zudem seit 2016 Betreuung der Datenbank der Provenienzmerkmale.

Der aus Mähren zugezogene Kaufmann Alexander Beer lebte seit 1911 gemeinsam mit seiner Frau Adelheid née Gyurits (1867–1955) in Baden bei Wien. Im Laufe der Jahre legte er eine umfangreiche Kunstsammlung mit Schwerpunkt auf österreichischer Kunst des 19. Jahrhunderts an.

Betty Blum heiratete 1913 den ursprünglich aus Polen stammenden Kaufmann Noe Blum, der in München einen Handel mit Antiquitäten, Ölgemälden, alten und neuen Möbeln, Gold und Silberwaren betrieb. In dem Geschäft, das sich in der Augustenstraße 92 befand, arbeitete Betty als Verkäuferin.

Die Kunstsammlertätigkeit des in Brünn ansässigen Rechtsanwaltes Arthur Feldmann ist seit Anfang der 1920er-Jahre überliefert. Am Aufbau der Sammlung von Zeichnungen und Grafiken war u. a.

Adella Taubmann kam in den 1920er-Jahren nach Wien, wo sie 1927 den Kaufmann Max Feuer heiratete, von dem sie sich 1934 wieder scheiden ließ.

Ottilie Grabner meldete im November 1929 ihr Gewerbe, nämlich den Handel mit Antiquitäten und Bildern, unter ihrer Wohnadresse in der Linken Wienzeile in Wien 6 an. 1939 eröffnete sie ein Geschäft in der Wiener Innenstadt, in der Spiegelgasse 25.

Carl Heumann lebte von 1908 an in Chemnitz, wo er als Bankier im Bankhaus Bayer und Heinze (seit 1908 als Prokurist, seit 1920 Mitinhaber der Privatbank) und Vizekonsul Portugals tätig war.

Eva Ida Benjamine Kantor war das zweite von drei Kindern von Hugo Kantor und dessen Frau Wilhelmine Sofie Hedwig, née Preyss von Steinbühl.

Der in Mähren geborene Handelsgesellschafter Maximilian Kellner lebte seit 1932 mit seiner Frau Katharina, genannt Käthe (née Pollatschek, geb. 1884), in der Praterstraße 17, Wien 2.

Hermann Emanuel Kolisch war der Sohn des Bankiers Robert Kolisch und dessen Frau Paula, née Löw. In der elterlichen Wohnung in der Porzellangasse 9, Wien 9, war auch die private Kunstsammlung des Vaters untergebracht.

Hans Körbel zog Anfang der 1920er-Jahre mit seinen Eltern und dem jüngeren Bruder Robert Körbel von Bielitz in Schlesien nach Wien, wo sie in der Neulinggasse 18 in Wien 3 lebten.

Im Alter von nur 16 Jahren begann Luise Kremlacek 1920 in der Galerie Würthle & Sohn Nachf. als Verkäuferin zu arbeiten. 1939 musste die Eigentümerin der Galerie, Lea Bondi-Jaray, die jüdischer Herkunft und deshalb dem zunehmenden Verfolgungsdruck des NS-Regimes ausgesetzt war, emigrieren.

Die Firma Kunst und Wohnung, R. Lorenz wurde 1919 gegründet und befand sich in der Josefstädter Straße 21 in Wien 8.

Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1922 übernahm Hans Leinkauf das Speditionsgeschäft Josef J. Leinkauf in der Helferstorferstraße in Wien 1.

Im Mai 1939 erwarb der gelernte Tischler und Kunsthändler Karl Löscher die Gewerbeberechtigung für den Handel mit Originalgemälden und Antiquitäten, woraufhin er sich in der Wiener Innenstadt in der Spiegelgasse 19 mit der Kunsthandlung Karl Löscher selbständig machte.

Nach dem Tod ihres Mannes Anton Penizek (1868–1937) übernahm Melanie Penizek 1937 die seit 1934 in Wien 1, Spiegelgasse 19, gelegene Antiquitätenhandlung und führte das Geschäft zunächst als Witwenbetrieb fort.

Der in Wien lebende jüdische Arzt Oskar Reichel war ein bedeutender Kunstsammler. Als Auslöser für seine Sammelleidenschaft gelten die Werke des österreichischen Malers Anton Romako, die er laut eigener Aussage um 1900 zum ersten Mal gesehen hatte.

Marianne Schmidl, eine der ersten Ethnologinnen Wiens, begann noch während ihres Studiums ein Volontariat am Wiener

Der aus Magedeburg stammende Ingenieur Ernst Zix, seit 1933 NSDAP-Mitglied, war 1938–1941 als Stabsoffizier und 1943 für kurze Zeit als Oberstleutnant in Wien stationiert.