Gerhard Milchram

Historiker und Kurator. Studium der Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Wien, Studien- und Forschungsaufenthalte in Israel, Absolvent der internationalen Sommerakademie für Museologie der Universitäten Klagenfurt, Wien, Graz und Innsbruck, ab 1993 Kulturvermittler und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Jüdischen Museum Wien, 1997–2010 Kurator, seit 2011 im Wien Museum im Department Geschichte und Provenienzforschung. Forschungen, Publikationen und Ausstellungen zur österreichisch-jüdischen Geschichte und zur Wiener Stadtgeschichte.

Der Kunstmaler und Gemälderestaurator Julius Fargel erhielt seine Ausbildung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt und war durch 12 Jahre hindurch außerordentlicher Hörer bei Serafin Maurer (Restaurierung) und Anton Hlavaček (Malerei) an der

Josef Fleischner, Sohn eines mährischen Glasfabrikverwalters, absolvierte nach seiner Matura den Kurs zur Heranbildung von Kammerstenographen im österreichischen Reichsrat und war dort ab 1880 als Hilfsstenograf beschäftigt.

Alexander Grosz stammte aus Újvidék / Novi Sad / Neusatz im heutigen Serbien. Von 1884 bis 1887 besuchte er die Uhrmacherschule in Karlstein an der Thaya.

Die Anfänge des heutigen Wien Museums gehen auf die 1860er-Jahre zurück, als der Wiener Gemeinderat eine Kommission für städtische Sammlungen einrichtete, die sich mit dem Erwerb und der Finanzierung von Objekten für ein zukünftiges Stadtmuseum befasste.

Das auf Initiative des Arztes, Schriftstellers, Sekretärs und Archivars der Israelitschen Kultusgemeinde Wien Ludwig August Frankl (1810–1894) gegründete Israelitisches Blindeninstitut nahm im Jänner 1873 den Unterricht auf.

Rudolf Kaftan studierte an der Universität Wien Mathematik und Physik.

Johann, genannt Hans, Klinkhoff wurde als uneheliches Kind der Emma Kikinis und des k. k. Hofpferdelieferanten Max Singer geboren. Seine Mutter trat 1902 vom mosaischen zum katholischen Glauben über und änderte für sich und ihre drei Kinder den Familiennamen von Kikinis bzw.

Stefan Poglayen-Neuwall war ein österreichisch-italienischer Journalist und Kunsthistoriker. Er wurde, nachdem er durch den frühen Tod seiner Eltern im Alter von drei Jahren Vollwaise geworden war, von seiner Tante Henriette Freiin von Neuwall adoptiert.

Der am Rande des Marktes Pulkau gelegene Pfarrhof stammt ursprünglich aus dem 16./17. Jahrhundert und wurde nach einem Brand im Jahre 1709 in einen repräsentativen zweigeschossigen Bau mit barocker Fassadengliederung umgestaltet.

Paul Schwarzstein war Eisen- und Metallwarenhändler, der ein Geschäft in Wien 2, Freilagergasse 4 (heute im Bereich der Vivariumgasse), anfänglich gemeinsam mit seinem Partner Arthur Stemmer und nach dessen Austritt 1922 als Alleininhaber führte.

Schloss Thalheim bei Kapelln in Niederösterreich wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Nach zahlreichen Besitzerwechseln erwarb 1881 der Präsident der Anglobank Guido Elbogen (1845–1918), Sohn des Jungbunzlauer Rabbiners Isak Elbogen (?–1883), das Schloss.

Josef Ungar war ein aus Galizien stammender Wiener Goldschmied und Juwelenhändler. Seit 1912 betrieb er am Trattnerhof 1, Wien 1 ein Juweliergeschäft mit Werkstätte. Er war Vorstandsmitglied der Genossenschaft und Meistervereinigung für Juweliere, Gold- und Silberschmiede.

Karl Wagner studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Wien, wo er auch 1911 promovierte.

Charles Weinberger wurde 1861 als unehelicher Sohn der Wiener Schauspielerin und Operettensängerin Helene Weinberger geboren. Ab 1880 studierte er Komposition und Instrumentation in Wien, u. a. bei Alexander Leitermeyer und Joseph Sulzer, dem Sohn des Wiener Oberkantors Salomon Sulzer.