Ethnologie https://www.lexikon-provenienzforschung.org/ de Haberlandt, Arthur https://www.lexikon-provenienzforschung.org/haberlandt-arthur <span>Haberlandt, Arthur</span> <div class="field field--name-field-figure field--type-image field--label-hidden field__item"> <img loading="lazy" src="/sites/default/files/styles/large/public/prov_article/Haberlandt%20%282%29_0.jpg?itok=SLsisn97" width="256" height="379" alt="Porträt, Schwarz-Weiß-Foto" title="Arthur Haberlandt, ca. 1950. © Museum für Volkskunde, Wien, abgerufen über AEIOU. FotografIn unbekannt" /> </div> <span><a title="View user profile." href="/user/1">acolono</a></span> <span>Thu, 09/03/2020 - 14:41</span> <div class="text-content clearfix field field--name-field-display-name field--type-text field--label-hidden field__item">Arthur <strong>Haberlandt</strong></div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-biographical-data field--type-text-long field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Zusatzinformationen</div> <div class="field__item"><p>9.3.1889 Wien – 28.5.1964 Wien</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-lexicon-entry field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Arthur Haberlandt studierte Anthropologie, Ethnologie und Prähistorik an der Universität Wien, promovierte im Jahr 1911, habilitierte sich 1914 mit einer Arbeit über <em>Die Trinkwasserversorgung primitiver Völker</em> und wurde noch im selben Jahr als Privatdozent für Ethnographie an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien zugelassen. Während des Ersten Weltkrieges nahm er an der sogenannten Balkanexpedition im Jahr 1916 teil und wusste dies für das <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="4a29ea31-5e20-42e8-af19-2f3559812637" href="/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">Museum für österreichische Volkskunde</a>, wo er seit seiner Studienzeit tätig war, und sein eigenes wissenschaftliches Weiterkommen zu nutzen. 1918 erfolgte seine Ernennung zum wissenschaftlichen Assistenten und Kustosadjunkten, 1920 zum Kustos des nunmehrigen <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="4a29ea31-5e20-42e8-af19-2f3559812637" href="/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">Museums für Volkskunde</a>. Im Jahr 1924 übernahm Arthur Haberlandt die Stelle des beamteten Direktors von seinem Vater Michael Haberlandt, der ihm auch die Geschäfte als Generalsekretär des Vereins für Volkskunde übergab. In den 1930er-Jahren, vor allem ab 1933/34, war Arthur Haberlandt in seiner Funktion als Direktor des <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="4a29ea31-5e20-42e8-af19-2f3559812637" href="/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">nationalen volkskundlichen Museums</a> in kulturpolitische Projekte involviert. Die Volkskunde und das <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="4a29ea31-5e20-42e8-af19-2f3559812637" href="/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">Museum für Volkskunde</a> erfuhren in diesen Jahren zunehmende Aufmerksamkeit von Seiten der Politik, da sie dem austrofaschistischen Herrschaftssystem hilfreich bei der Konstruktion einer spezifischen "Österreich-Ideologie" waren.</p> <p>Nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 begrüßte Haberlandt in seiner Funktion als Schriftleiter der <em>Wiener Zeitschrift für Volkskunde</em> euphorisch die "Heimkehr ins Reich" und stellte sich, das Haus und das volkskundliche Publikationsorgan hinter die Ziele des NS-Regimes. Tatsächlich profitierte das Museum von den finanziellen Zuwendungen des NS-Staates insbesondere für Neuerwerbungen. Teile der vom NS-Regime entzogenen Sammlungen aus jüdischem Eigentum gelangten vor allem in den Jahren 1938 und 1939 in dessen Bestände. Dabei half, dass das <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="4a29ea31-5e20-42e8-af19-2f3559812637" href="/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">Volkskundemuseum</a> bzw. Arthur Haberlandt zu einigen der Beraubten ein Naheverhältnis hatte, so zu <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a42c63fe-2910-427a-970c-fa91cfb363af" href="/mautner-anna-constanze" title="Mautner, Anna Constanze">Anna Mautner</a>, Witwe von Konrad Mautner. In Etappen zwischen Juli 1938 und Februar 1939 gelang es dem Direktor, Gegenstände und Archivalien der Sammlung Mautner in das Museum bringen zu lassen, wobei er eng mit der <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a2276f43-9407-44f4-9061-ca14b8ca1cc2" href="/bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Zentralstelle für Denkmalschutz</a> zusammenarbeitete. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges konnte Haberlandt sein Tätigkeitsfeld als Museumsexperte und Wissenschafter nach Osteuropa ausdehnen. Im November 1939 war er im Auftrag Kajetan Mühlmanns in Krakau und Warschau, um gemeinsam mit anderen Museumssachverständigen zuvor beschlagnahmte Sammlungen und Objekte aus polnischen Museen zu begutachten, Empfehlungen für eine sachgemäße Lagerung der Objekte aber auch für deren Abtransport in das "Altreich" zu geben. Im November 1941 war Haberlandt erstmals im Auftrag des Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg (ERR) in Krakau, wo er geraubte volkskundliche Sammlungen aus Osteuropa katalogisierte. 1943 wurde er zum Obereinsatzführer im ERR befördert. Neben seiner Funktion beim ERR konnte Haberlandt weiterhin als Wissenschafter forschen, veröffentlichen sowie Vorträge halten. So veröffentlichte etwa das Deutsche wissenschaftliche Institut in Belgrad seinen Vortrag zu <em>Deutsche und südosteuropäische Volkskunde</em>, den er im September 1943 in Belgrad gehalten hatte. Gut mit den NS-Stellen vernetzt, erreichte er 1944 eine unbürokratische Überführung von Volkskunst-Objekten aus dem besetzten Griechenland nach Wien, darunter Objekte vom Berg Athos, die noch im selben Jahr inventarisiert wurden.</p> <p>Nach Kriegsende konnte Arthur Haberlandt, obwohl ehemaliges NSDAP-Mitglied, weiterhin aktiv die Museumspolitik leiten, er korrespondierte mit den Behörden und enthob etwa auf Erlass des Staatsamtes für Volksaufklärung seinen Mitarbeiter Robert Mucnjak des Dienstes, da dieser NSDAP-Mitglied gewesen war. Gegenüber den Behörden strich er sein Bemühen um die Sicherheit der Sammlungen in den letzten Kriegstagen hervor, ersuchte um Umbenennung des Hauses in <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="4a29ea31-5e20-42e8-af19-2f3559812637" href="/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">Österreichisches Museum für Volkskunde</a> und erklärte seine "rückhaltlose Einstellung zur Republik Österreich". Gleichzeitig bemühte er sich um die nunmehr "herrenlose Bibliothek" der NS-Forschungsstelle für Mythenkunde. Die Überführung der "Mythenbibliothek" in das Museum sollte jedoch erst sein Nachfolger Heinrich Jungwirth 1946 bewerkstelligen. Haberlandt wurde am 26. Oktober 1945 als Direktor vom Unterrichtsministerium aus dem Dienst enthoben. Nun ohne wissenschaftliche Ämter, publizierte er bis zu seinem Tod im Jahr 1964. Der Bücherbestand der "Mythenbibliothek" befindet sich, wie im Zuge der systematischen Provenienzforschung festgestellt werden konnte, im Eigentum des Bundes. Durch einen 2019 mit dem Verein für Volkskunde abgeschlossenen Leihvertrag stehen die Bücher weiterhin für die Forschung zur Verfügung. Der Bestand weist problematische Provenienzmerkmale auf, u. a. finden sich in einzelnen Büchern Stempel des ERR. Die problematische Erwerbungsgeschichte der Gegenstände vom Berg Athos wurde erstmals im Zuge der Ausstellung <em>heimat:machen. Das Volkskundemuseum in Wien zwischen Alltag und Politik</em> (2017) erforscht und präsentiert. Die Gegenstände aus der Sammlung Mautner übergab das <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="4a29ea31-5e20-42e8-af19-2f3559812637" href="/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">Volkskundemuseum</a> an die RechtsnachfolgerInnen von <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a42c63fe-2910-427a-970c-fa91cfb363af" href="/mautner-anna-constanze" title="Mautner, Anna Constanze">Anna Mautner</a> und folgte damit einer Empfehlung des Kunstrückgabebeirats 2016.</p></div> <div class="field field--name-field-keywords field--type-entity-reference field--label-above"> <div class="field__label">Schlagwörter</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/39" hreflang="de">Bibliothekswesen</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/105" hreflang="de">Ethnologie</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/32" hreflang="de">MuseumsdirektorIn</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/24" hreflang="de">MuseumsmitarbeiterIn</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/63" hreflang="de">NSDAP-Mitgliedschaft</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/161" hreflang="de">Volkskunde</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-author field--type-entity-reference field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">AutorIn</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/175" hreflang="de">Birgit Johler</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-publication-date field--type-datetime field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Veröffentlichungsdatum</div> <div class="field__item"><time datetime="2020-06-15T22:00:00Z">15. Juni 2020</time> </div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-about field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen zur Person / Institution</div> <div class="field__item"><p>Olaf Bockhorn, Von Ritualen, Mythen und Lebenskreisen. Volkskunde im Umfeld der Universität Wien, in: Wolfgang Jacobeit/Hannjost Lixfeld/Olaf Bockhorn (Hg.), Völkische Wissenschaft. Gestalten und Tendenzen der deutschen und österreichischen Volkskunde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Wien 1994, 477–526.</p> <p>Olaf Bockhorn, "Mit all seinen völkischen Kräften Deutsch". Germanisch-Deutsche Volkskunde in Wien, in: Wolfgang Jacobeit/Hannjost Lixfeld/Olaf Bockhorn (Hg.), Völkische Wissenschaft. Gestalten und Tendenzen der deutschen und österreichischen Volkskunde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Wien 1994, 559–575.</p> <p>Hermann Hummer/Birgit Johler/Herbert Nikitsch, Die Bibliothek des Österreichischen Museums für Volkskunde. Ein Vorbericht, in: Bruno Bauer/Christina Köstner/Markus Stumpf (Hg.), NS-Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit (= Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 10), Graz-Feldkirch 2011, 459–478, <span>URL: </span><a href="https://fedora.phaidra.univie.ac.at/fedora/objects/o:290050/methods/bdef:Content/download">fedora.phaidra.univie.ac.at/fedora/objects/o:290050/methods/bdef:Content/download</a> (3.12.2020).</p> <p>Birgit Johler, Das Volkskundemuseum in Wien in Zeiten politischer Umbrüche. Zu den Handlungsweisen einer Institution und zur Funktion ihrer Dinge, Dissertation Universität Wien 2017.</p> <p>Birgit Johler, Behagen in der Kultur. Museologische Praktiken des Museums für Volkskunde im Wien der 1930er Jahre, in: Reinhard Johler/Christian Marchetti/Bernhard Tschofen/Carmen Weith (Hg.), Kultur_Kultur. Denken, Forschen, Darstellen. 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Tübingen 21.–24. September 2011, Münster-New York-München-Berlin 2013, 131–141.</p> <p>Leopold Schmidt, Arthur Haberlandt zum Gedächtnis. Nachruf und Bibliographie, in: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde XVIII/67 (1964), 217–271.</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-by field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen der Person / Institution</div> <div class="field__item"><p>Arthur Haberlandt, Bericht über die ethnographischen Arbeiten im Rahmen der historisch-ethnographischen Balkanexpedition, in: Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien 59 (1916), 736–742.<br /> Arthur Haberlandt, Heimkehr ins Reich!, in: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 53 (1938), Tafel I.<br /> Arthur Haberlandt, Jahresbericht des Vereines und Museums für Volkskunde für das Jahr 1938, in: Wiener Zeitschrift für Volkskunde 54 (1939), 36–40.<br /> Arthur Haberlandt, Das Museum für Volkskunde in Wien als Haus des Deutschen Volkstums im Donauosten, in: Kurt Oberdorfer/Bruno Schier/Wilhelm Wostry (Hg.), Wissenschaft im Volkstumskampf. Festschrift für Erich Gierach zu seinem 60. Geburtstage überreicht von Freunden, Schülern und Fachgenossen, Reichenberg 1941, 203–209.</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-archive-records field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Archivalien</div> <div class="field__item"><p>ÖMV, Inventarbuch der "Mythenbibliothek", URL: <a href="http://www.volkskundemuseum.at/publikationen/publikation?publikation_id=1567156155284&amp;." target="_blank">www.volkskundemuseum.at/publikationen/publikation?publikation_id=1567156155284&amp;.</a> (3.12.2020).</p> <p>ÖMV, Direktionsakten [1918–1950].<br /> ÖMV, Personalakten [1918–1950].</p> <p>OeStA/AdR, UWK, BMU, 02/5 Hauptreihe 15, Museum für Volkskunde 1940–1965.<br /> OeStA/AdR, RST II, K. Mühlmann, 200.665/38.</p></div> </div> <div class="field field--name-field-links-external field--type-link field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"><a href="http://d-nb.info/gnd/101306733" rel="nofollow" target="_blank">GND: 101306733</a></div> <div class="field__item"><a href="http://viaf.org/viaf/118229952" rel="nofollow" target="_blank">VIAF: 118229952</a></div> <div class="field__item"><a href="https://www.wikidata.org/wiki/Q112798" rel="nofollow" target="_blank">Wikidata: Q112798</a></div> </div> Thu, 03 Sep 2020 14:41:03 +0000 acolono 1531 at https://www.lexikon-provenienzforschung.org Österreichisches Museum für Volkskunde https://www.lexikon-provenienzforschung.org/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde <span>Österreichisches Museum für Volkskunde</span> <span><a title="View user profile." href="/user/1">acolono</a></span> <span>Thu, 09/03/2020 - 14:41</span> <div class="text-content clearfix field field--name-field-display-name field--type-text field--label-hidden field__item"><strong>Österreichisches Museum für Volkskunde</strong></div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-biographical-data field--type-text-long field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Zusatzinformationen</div> <div class="field__item"><p>weitere Bezeichnungen: k. k. Kaiser-Karl-Museum für österreichische Volkskunde (1917–1918), Museum für Volkskunde (1918–1945), Österreichisches Museum für Volkskunde (seit 1945), Volkskundemuseum (seit 2013)</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-lexicon-entry field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Das Österreichische Museum für Volkskunde, seit 2013 auch unter dem Kurzbezeichnung Volkskundemuseum geführt, entstand aus einem breiten Interesse an ethnologischen bzw. volkskundlichen Themen und der ab der Mitte des 19. Jahrhunderts etablierten volkskundlichen Wissenschaft. Die beiden an der Prähistorisch-Ethnographischen Abteilung <span><span><span>des <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="6bf3c61a-ea5a-4d6a-b9b0-6457b8eefac0" href="/naturhistorisches-museum-wien" title="Naturhistorisches Museum Wien">k. k. Naturhistorischen Hofmuseums</a> in Wien</span></span></span> tätigen Ethnologen Michael Haberlandt (1860–1940) und Wilhelm Hein (1861–1903) initiierten 1894 den Verein für österreichische Volkskunde zur Gründung eines gleichnamigen Museums, die 1897 erfolgen sollte. Michael Haberlandt war erster Direktor, 1924 übernahm sein Sohn <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="ab8be48e-29b6-429a-8684-2db4a355007c" href="/haberlandt-arthur" title="Haberlandt, Arthur">Arthur Haberlandt</a> die Leitung. Die ersten Jahre des Museums waren von einer intensiven Sammeltätigkeit gekennzeichnet, die sich auf die Gebiete Cisleithaniens und das seit 1878 besetzte Gebiet Bosnien und Herzegowina erstreckte. Im Jahr 1917 – noch während des Ersten Weltkrieges – konnte das nunmehrige k. k. Kaiser-Karl-Museum für österreichische Volkskunde in das eigens für das Museum angemietete und adaptierte barocke Palais Schönborn in der Laudongasse, Wien 8 übersiedeln, wo es bis heute untergebracht ist. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem damit verbundenen politischen Umbruch rückte das nunmehrige Museum für Volkskunde die Sammlungen und Sammlungsgebiete Deutschösterreichs und der deutschsprachigen Gegenden in den damals als "Sudeten- und Karpatenländer" bezeichneten Regionen in den Mittelpunkt. Die Neuaufstellung von 1920 zeigte allerdings auch Objekte aus den ehemaligen Kronländern der Habsburgermonarchie bzw. aus Ost- und Südosteuropa, die nun als europäische Vergleichssammlungen bezeichnet wurden. Nach den wirtschaftlich prekären 1920er-Jahren erfreute sich das Museum und die darin akzentuierte "deutsche Volkskultur" ab den frühen 1930er-Jahren zunehmender Aufmerksamkeit. <span><span><span lang="DE-AT" xml:lang="DE-AT" xml:lang="DE-AT"><span><span><span>Volkskunde als Wissenschaft wurde nun Teil einer politischen Ideologie, die auf eine Umerziehung der Menschen (vor allem in der Großstadt) im Sinne einer ständischen und "organischen" und somit prämodernen Gesellschaft abzielte. </span></span></span></span></span></span> Das gestiegene öffentliche Interesse am Volkskundemuseum festigte dessen Position in der kulturpolitischen Landschaft Wiens und Österreichs, wozu auch Kooperationen mit deutschnationalen, zum Teil völkisch gesinnten Verbänden und Organisationen wie dem Deutschen Schulverein Südmark beitrugen. In der Zeit des Austrofaschismus profitierte das Volkskundemuseum wesentlich vom kulturpolitischen Interesse an der "deutsch-österreichischen Volkskultur" sowie von der Propagierung und Ideologisierung von Erzeugnissen "made in Austria".</p> <p>Mit dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 erfuhr das Museum für Volkskunde in Wien mit seiner Dienlichmachung für die NS-Ideologie eine nochmals gesteigerte Aufmerksamkeit. So wurde der Trägerverein des Museums nicht aufgelöst (und blieb während der NS-Zeit bestehen) und das hauseigene Publikationsorgan, die <em>Wiener Zeitschrift für Volkskunde</em>, konnte weitergeführt werden. Das Museum erhielt außerordentliche finanzielle Zuwendungen aus den "Kunstförderungsmitteln" des Reichsstatthalters, insbesondere für den zusätzlichen Objekterwerb. Damit konnten volkskundliche Sammlungen und Objekte vormals jüdischer EigentümerInnen für das Museum erworben werden. Nur wenige Wochen nach dem "Anschluss" versuchte <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="ab8be48e-29b6-429a-8684-2db4a355007c" href="/haberlandt-arthur" title="Haberlandt, Arthur">Arthur Haberlandt</a> das Museum als "Haus des deutschen Volkstums im Donauosten" bzw. im "Südosten" zu positionieren. Mit diesem (nie offiziell gewordenen) Titelzusatz holte das Museum die Sammlungen und Forschungen zu Ost- und Südosteuropa (aus der Zeit vor 1918) ins aktuelle kulturpolitische Bewusstsein zurück – sie waren nun wieder unter den ideologischen Vorzeichen einer "deutschen Volkstumsarbeit" zum Zweck der "völkischen Sicherung des Reiches" von Interesse. Zudem wurden Pläne für einen Umzug des Museums in den damaligen Messepalast erstellt, aber niemals umgesetzt. Die Ausstellungstätigkeit im Haus kam de facto zum Erliegen, das Museum beteiligte sich jedoch mit Leihgaben an externen Ausstellungsprojekten, u. a. in Berlin. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges erübrigten sich die Ausstellungspläne der Folgejahre großteils, auch weil der Museumsdirektor für kriegsimperialistische Projekte "im Osten" rekrutiert werden sollte. Die Sammlung des Museums blieb während der NS-Zeit zum Teil ausgestellt, zum Teil erfolgte ihre Verlagerung zum Schutz vor Luftangriffen in die Keller des Hauses.</p> <p>Mit Kriegsende gelang es den Museumsverantwortlichen ein weiteres Mal, sich der neuen politischen Situation sofort anzupassen. Die Funktionäre des Museumsvereins, wie sie zuletzt 1944 zusammen gekommen waren, erklärten nun das Museum für Volkskunde zum "Familienmuseum der Haberlandts" und versuchten so, die Position <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="ab8be48e-29b6-429a-8684-2db4a355007c" href="/haberlandt-arthur" title="Haberlandt, Arthur">Arthur Haberlandts</a> als Direktor und Geschäftsführer des Vereins zu festigen. Doch der ab August 1945 vom Unterrichtsministerium als interimistischer Leiter des Volkskundemuseums eingesetzte neue Direktor des <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="10f692ee-24ea-4469-a4d3-e36f6e6c59ca" href="/weltmuseum-wien" title="Weltmuseum Wien">Völkerkundemuseums</a>/ Robert Bleichsteiner (1891–1954) hatte andere Pläne: Bleichsteiner bestellte den Wiener Volkskundler Leopold Schmidt (1912–1981) zum provisorischen Leiter der Sammlungen, womit er realiter auch die wissenschaftlichen Agenden des nunmehrigen Österreichischen Museums für Volkskunde übernahm. Mit Schmidt kam ein, auch aus der Perspektive der alliierten Verwaltungsbehörden als unbelastet geltender Wissenschaftler ins Haus, der die Wiener und österreichische Volkskunde in den Nachkriegsjahrzehnten wesentlich prägen sollte. Aufgrund der Rückstellungsgesetze wurden zwischen 1947 und 1951 insgesamt 18 Objekte an ihre ursprünglichen EigentümerInnen zurückgegeben – darunter die Familien <a href="/node/1707">Bondy</a>, Pollak und Ruhmann. Weitere Rückgaben entzogener Objekte erfolgten aufgrund eines ÖMV-Vereinsbeschlusses im Jahr 1998 an das Jüdische Museum Wien und 1999 an die RechtsnachfolgerInnen nach Alphonse Rothschild.</p> <p>Seit 2015 führt die Provenienzforscherin Claudia Spring im Volkskundemuseum umfassende Recherchen zu den VoreigentümerInnen jener Objekte durch, die das Museum seit 1938 inventarisierte. Obwohl das Volkskundemuseum als Verein formal nicht an die Bestimmungen des Kunstrückgabegesetzes gebunden ist, kooperiert es eng mit der Kommission für Provenienzforschung – mit dem Ziel eines transparenten und offensiven Umgangs mit vom Museum während und in Folge der NS-Zeit unrechtmäßig erworbenen Objekten und deren Restitution. Seit Beginn der Provenienzforschung wurden 377 Objekte an die RechtsnachfolgerInnen nach <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="966dbd4d-e90a-419e-8f06-07e30f2ab731" href="/fuchs-siegfried" title="Fuchs, Siegfried">Siegfried Fuchs</a>, Konrad und <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a42c63fe-2910-427a-970c-fa91cfb363af" href="/mautner-anna-constanze" title="Mautner, Anna Constanze">Anna Mautner</a> und <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="33ff258f-865b-4564-b46c-9368c4bc727d" href="/jonas-robert" title="Jonas, Robert">Robert Jonas</a> restituiert. Außerdem liegen Rückgabebeschlüsse an die RechtsnachfolgerInnen nach <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="f5a3918b-58a1-4ae2-bdbe-84691aa8cf53" href="/popper-georg" title="Popper, Georg">Georg Popper</a> und Wilhelm Hernfeld vor. Im Jahr 2017 beschäftigte sich die Ausstellung <em>heimat:machen. Das Volkskundemuseum in Wien zwischen Alltag und Politik </em>von Birgit Johler und Magdalena Puchberger mit der Geschichte des Museums und seiner AkteurInnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung war Ergebnis eines mehrjährigen FWF-Projekts und thematisierte auch die Erwerbungs- und Rückgabepraxis des Museums in Vergangenheit und Gegenwart.</p></div> <div class="field field--name-field-keywords field--type-entity-reference field--label-above"> <div class="field__label">Schlagwörter</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/105" hreflang="de">Ethnologie</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/124" hreflang="de">Museum</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/161" hreflang="de">Volkskunde</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-author field--type-entity-reference field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">AutorIn</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/175" hreflang="de">Birgit Johler</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-publication-date field--type-datetime field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Veröffentlichungsdatum</div> <div class="field__item"><time datetime="2021-05-03T22:00:00Z">3. Mai 2021</time> </div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-about field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen zur Person / Institution</div> <div class="field__item"><p>Birgit Johler, Das Volkskundemuseum in Wien in Zeiten politischer Umbrüche. Zu den Handlungsweisen einer Institution und zur Funktion ihrer Dinge, Dissertation Universität Wien 2017. </p> <p>Birgit Johler/Magdalena Puchberger, Wer nutzt Volkskunde? Perspektiven auf Volkskunde, Museum und Stadt am Beispiel des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien, in: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 70/119 (2016), 183–219</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-by field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen der Person / Institution</div> <div class="field__item"><p>Leopold Schmidt, Das Österreichische Museum für Volkskunde. Werden und Wesen eines Wiener Museums (= Österreich-Reihe 98/100), Wien 1960.</p> <p>Jahresberichte des Museums und des Vereins für Volkskunde der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde sowie der Wiener Zeitschrift für Volkskunde, online abrufbar unter: <a href="https://www.volkskundemuseum.at/onlinepublikationen">www.volkskundemuseum.at/onlinepublikationen</a>.</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-archive-records field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Archivalien</div> <div class="field__item"><p>ÖMV, Direktionsakten [1918–1950].<br /> ÖMV, Personalakten [1918–1950].</p> <p>OeStA/AdR, UWK, BMU, 02/5 Hauptreihe 15, Museum für Volkskunde 1940–1965.</p></div> </div> <div class="field field--name-field-links-external field--type-link field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"><a href="https://d-nb.info/gnd/2020937-X" rel="nofollow" target="_blank">GND: 2020937-X</a></div> <div class="field__item"><a href="https://viaf.org/viaf/135597733" rel="nofollow" target="_blank">VIAF: 135597733</a></div> <div class="field__item"><a href="https://www.wikidata.org/wiki/Q306678" rel="nofollow" target="_blank">Wikidata: Q306678</a></div> </div> Thu, 03 Sep 2020 14:41:03 +0000 acolono 1530 at https://www.lexikon-provenienzforschung.org Schmidl, Marianne https://www.lexikon-provenienzforschung.org/schmidl-marianne <span>Schmidl, Marianne</span> <span><a title="View user profile." href="/user/1">acolono</a></span> <span>Thu, 09/03/2020 - 14:38</span> <div class="text-content clearfix field field--name-field-display-name field--type-text field--label-hidden field__item">Marianne <strong>Schmidl</strong></div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-biographical-data field--type-text-long field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Zusatzinformationen</div> <div class="field__item"><p>3.8.1890 Berchtesgaden – mit 8.5.1945 für tot erklärt</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-lexicon-entry field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>Marianne Schmidl, eine der ersten Ethnologinnen Wiens, begann noch während ihres Studiums ein Volontariat am Wiener <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="4a29ea31-5e20-42e8-af19-2f3559812637" href="/oesterreichisches-museum-fuer-volkskunde" title="Österreichisches Museum für Volkskunde">Museum für Volkskunde</a>. Nach ihrer Promotion an der Universität Wien 1915 fand sie zunächst an der Afrikanischen Abteilung des Museums für Länder- und Völkerkunde in Berlin, anschließend am Stuttgarter Lindenmuseum eine Anstellung. 1921 kehrte Schmidl nach Wien zurück, wo sie ab 1922 an der <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="a6be3a50-68df-4e3d-9b02-b654637bf34d" href="/oesterreichische-nationalbibliothek" title="Österreichische Nationalbibliothek">Nationalbibliothek</a> als Referentin für Volkskunde, Naturwissenschaften und Medizin tätig war. Daneben führte sie ihre völkerkundlichen Studien weiter und war außerdem Mitglied der Anthropologischen Gesellschaft sowie des Vereins für Österreichische Volkskunde. Im September 1938 wurde Schmidl im Zuge der Repressionen gegen jüdische Beamte in den dauernden Ruhestand versetzt. Die Vorschreibungen für die sogenannte Judenvermögensabgabe, die sie nicht mehr bezahlen konnte, wurden ihr von ihrem als "arisch" geltenden Schwager Karl Wolf vorgestreckt. Zudem forderte Otto Reche, der ehemalige Leiter des Staatlich-sächsischen Forschungsinstituts in Leipzig, Anfang 1939 die Rückzahlung jener Gelder, die Schmidl ab 1927 für ihre Forschungsarbeit zu afrikanischen Korbarbeiten zur Verfügung gestellt worden waren. Um die Forderungen bezahlen zu können, entschied sie sich dazu, die von ihrer Mutter Maria Schmidl geerbten Kunstwerke zu verkaufen, die zum Großteil von ihrem Urgroßvater, dem Maler Friedrich von Olivier, stammten. Über den Wiener Kunsthändler Christian M. Nebehay und mit Hilfe ihres Schwagers wurden 25 Zeichnungen an das Leipziger Kunstantiquariat C. G. Boerner vermittelt, das die Blätter bei der Auktion vom 28. April 1939 versteigerte. Dabei handelte es sich um Arbeiten von Julius Schnorr von Carolsfeld und den Brüdern Ferdinand und Friedrich von Olivier, die u. a. von der <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="5b7440b3-53a0-47ab-8fa3-b89335c13812" href="/albertina" title="Albertina">Albertina</a> und verschiedenen deutschen Museen erworben wurden. Marianne Schmidl wurde im April 1942 in das Ghetto Izbica in Polen deportiert und ermordet. Ihr aufgrund der 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. November 1941 von den NS-Behörden eingezogener Anteil des Wiener Hauses in der Wolfganggasse, das sie zusammen mit ihrem Schwager besessen hatte, wurde nach dem Krieg an ihre beiden Nichten zurückgestellt. Die Rückgabe der in der <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="5b7440b3-53a0-47ab-8fa3-b89335c13812" href="/albertina" title="Albertina">Albertina</a> befindlichen Blätter empfahl der Kunstrückgabebeirat im März 2013. Weitere Restitutionen erfolgten aus den Kupferstichkabinetten Berlin und Dresden, aus der Hamburger Kunsthalle, aus der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München sowie aus der National Gallery of Art in Washington.</p></div> <div class="field field--name-field-keywords field--type-entity-reference field--label-above"> <div class="field__label">Schlagwörter</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/39" hreflang="de">Bibliothekswesen</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/105" hreflang="de">Ethnologie</a></div> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/19" hreflang="de">NS-Verfolgte/r</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-author field--type-entity-reference field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">AutorIn</div> <div class="field__items"> <div class="field__item"><a href="/taxonomy/term/170" hreflang="de">Julia Eßl</a></div> </div> </div> <div class="field field--name-field-publication-date field--type-datetime field--label-visually_hidden"> <div class="field__label visually-hidden">Veröffentlichungsdatum</div> <div class="field__item"><time datetime="2020-09-09T22:00:00Z">9. September 2020</time> </div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-about field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen zur Person / Institution</div> <div class="field__item"><p><span><span><span>Beschluss des Kunstrückgabebeirats, Marianne Schmidl, 8.3.2013, URL: </span></span></span><a href="http://www.provenienzforschung.gv.at/beiratsbeschluesse/Schmidl_Marianne_2013-03-08.pdf">www.provenienzforschung.gv.at/beiratsbeschluesse/Schmidl_Marianne_2013-03-08.pdf</a> (3.12.2020).</p> <p>Katja Geisenhainer, Marianne Schmidl (1890–1942), in: Zeitschrift für Ethnologie 127 (2002), 269–300.<br /> Katja Geisenhainer, Marianne Schmidl (1890–1942). Das unvollendete Leben und Werk einer Ethnologin, Leipzig 2005.<br /> Katja Geisenhainer, Rasse ist Schicksal. Otto Reche (1879–1966). Ein Leben als Anthropologe und Völkerkundler, Leipzig 2002.</p> <p>Ilse Korotin, "[...] vorbehaltlich eines jederzeit zulässigen Widerrufes genehmigt". Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Wissenschafterinnen und Bibliothekarinnen, in: Ilse Korotin (Hg.), Österreichische Bibliothekarinnen auf der Flucht. Verfolgt, verdrängt, vergessen?, Wien 2007, 103–126.</p> <p>Christian M. Nebehay, Das Glück auf dieser Welt. Erinnerungen, Wien 1995.</p> <p>N. N., Sammlung Dr. Schmiedl, in: Hans Tietze (Bearb.), Die Denkmale der Stadt Wien (XI.–XXI. Bezirk) (= Österreichische Kunsttopographie 2), Wien 1908, 330–333.</p> <p>Hans Tietze, Aus dem Hause Olivier. Glossen über eine Wiener Kunstsammlung, in: Die graphischen Künste. Mitteilungen der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst Wien 33, 1 (1910), 9–17.</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-publications-by field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Publikationen der Person / Institution</div> <div class="field__item"><p>Marianne Schmidl, Flachs-Bau und Flachs-Bereitung in Umhausen, in: Zeitschrift für Österreichische Volkskunde 19 (1913), 122–125.<br /> Marianne Schmidl, Zahl und Zählen in Afrika, Wien 1915.<br /> Marianne Schmidl, Altägyptische Techniken an afrikanischen Spiralwulstkörben, in: Festschrift für Wilhelm Schmidt. 76 sprachwissenschaftliche, ethnologische, religionswissenschaftliche, prähistorische und andere Studien, Wien 1928, 645–654.<br /> Marianne Schmidl, Die Grundlagen der Nilotenkultur, in: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 65 (1935), 86–125.</p></div> </div> <div class="text-content clearfix field field--name-field-archive-records field--type-text-long field--label-above"> <div class="field__label">Archivalien</div> <div class="field__item"><p>ÖNB, Handschriftensammlung, Schmidl Marie, Cod. Ser. n. 38860.</p> <p>OeStA/AdR, E-uReang, FLD, Zl. 16851, Marianne Schmidl.<br /> OeStA/AdR, E-uReang, VVSt., VA 50.214, Marianne Schmidl.</p> <p>WStLA, Landesgericht Wien, Todeserklärung Marianne Schmidl, Zl. 48 T/1384/49.<br /> WStLA, M. Abt. 119, A 41, VEAV C 18, 12. Bez., Marianne Schmidl.<br /> WStLA, Verlassenschaftsakt, Marianne Schmidl, GZ. 1  A 227/50.<br /> WStLA, Historische Wiener Meldeunterlagen, Meldeauskunft Marianne Schmidl.</p></div> </div> <div class="field field--name-field-links-external field--type-link field--label-hidden field__items"> <div class="field__item"><a href="https://d-nb.info/gnd/130691542" rel="nofollow" target="_blank">GND: 130691542</a></div> <div class="field__item"><a href="https://viaf.org/viaf/61861539" rel="nofollow" target="_blank">VIAF: 61861539</a></div> <div class="field__item"><a href="https://www.wikidata.org/wiki/Q1896897" rel="nofollow" target="_blank">Wikidata: Q1896897</a></div> </div> Thu, 03 Sep 2020 14:38:18 +0000 acolono 432 at https://www.lexikon-provenienzforschung.org